Was sind die Werte und Ziele, die alle Engagierten Städte einen? Diese Frage wurde auf dem Netzwerktreffen des Programms „Engagierte Stadt“ am 26. und 27. September 2019 mit der Verabschiedung des Selbstverständnisses der Engagierten Städte beantwortet. Das Selbstverständnis macht deutlich, was die 50 Engagierten Städte von Ammerbuch bis Zwickau verbindet und steht für den Aufbruch der bundesweiten Bewegung der Engagierten Stadt.

Mit über 100 Teilnehmern hat das bundesweite Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ am 26./27. September in Paretz/Brandenburg einen Meilenstein gefeiert: Bei dem 4. Netzwerktreffen des Programms wurde das Selbstverständnis der Engagierten Stadt verabschiedet. Dieses Selbstverständnis ist das Ergebnis einer einjährigen Zusammenarbeit verschiedener Engagierter Städte aus ganz Deutschland und bündelt gemeinsame Grundsätze, Überzeugungen und Maßnahmen in den Engagierten Städten. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die Signierung des Selbstverständnisses durch die Sprecher der Engagierten Städte und die anschließende Überreichung des Werkes an Michael Tetzlaff, den Leiter der Abteilung „Demokratie und Engagement“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Das Selbstverständnis vereint die wichtigsten Aspekte, die alle Engagierten Städte auszeichnen und sie verbinden. Teile des Selbstverständnisses sind die von Anfang an im Fokus stehende trisektorale Zusammenarbeit sowie die Förderung von Engagement und Beteiligung. Der Sprecher der Steuerungsgruppe, Sven Tetzlaff: „Die Verabschiedung des Selbstverständnisses ist ein tolles Ergebnis aus vier Jahren Zusammenarbeit im Programm Engagierte Stadt. Es zeigt konkret, dass Bausteine wie die Kooperation der verschiedenen Akteure auf Augenhöhe, gemeinsame Zielentwicklungen und verbindliche Absprachen unabdingbar für die erfolgreiche Arbeit vor Ort sind.“

Die Sprecher der Engagierten Städte zeigen sich begeistert, weisen aber auch darauf hin, dass damit nicht die ganze Arbeit getan ist: „Wir sind stolz auf die Verabschiedung des Selbstverständnisses und den Aufbruch in eine bundesweite Bewegung. Gleichzeitig ist damit nicht alles geschafft und die weitere Förderung von Engagement und Beteiligung bleibt essentiell“, so Jochen Beuckers. Marion Zosel-Mohr ergänzt: „Die Möglichkeit zur Beteiligung an Entscheidungsprozessen, das Wissen um Anlaufstellen und die Anerkennung von Engagement sind von zentraler Bedeutung. Ebenso wichtig ist der regionale und bundesweite Austausch auf allen Ebenen – so kann garantiert werden, dass die Engagierte Stadt ein bundesweites Lernnetzwerk bleibt.“

Information zum Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“
Seit 2015 fördert das Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ bürgerschaftliches Engagement in 50 ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands: Vom Engagement des Einzelnen zu einer Verantwortungsgemeinschaft, die bürgerschaftliches Engagement vor Ort fördert und dafür verlässliche Strukturen entwickelt. Gleichzeitig werden auf der lokalen Ebene neue Formen der strategischen Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft auf Augenhöhe erprobt.
Dem Förderkonsortium gehören neben dem Bundesfamilienministerium, die Bethe-Stiftung, die Bertelsmann Stiftung, die Breuninger Stiftung, die Joachim Herz Stiftung, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung an. Weitere Informationen unter www.engagiertestadt.de