Bei einem digitalen Brunch diskutieren Alumni der Breuninger Stiftung aus ganz Deutschland über die Corona-Krise, unsere Demokratie und die Chance für Beteiligung. Zu Beginn der Diskussion steht ein Input von Claudine Nierth, Politikaktivistin und Bundesvorstandssprecherin des Vereins Mehr Demokratie e.V. Sie vertritt den Standpunkt: Politik wird besser, wenn die Menschen beteiligt sind.

Aus allen Teilen Deutschlands finden sich am Samstagmorgen 20 Alumni vor ihren Bildschirmen zum digitalen Brunch und Austausch zusammen. Bei einer interaktiven Abfrage zu Beginn der Sitzung wird schnell klar, wer morgens lieber zum Kaffee und wer lieber zum Tee greift. Ebenso zeigt sich, dass ein Großteil der Gruppe optimistisch in die Zukunft blickt und die Corona-Krise auch als Chance für die Demokratie wertet.

Dieser Perspektive geht auch Claudine Nierth in ihrem Input nach. Sie arbeitet vier Angstmuster heraus, die in der Corona-Krise individuell und auf gesellschaftlicher Ebene offenbart werden. Diesen Ängsten gilt es Raum zu geben und zu überlegen, was uns stark macht. Dabei ist eine zentrale Frage für Claudine Nierth, wer mit wem entscheidet. Da Menschen wahrgenommen werden und mitgestalten möchten und eine Gruppe klüger sein kann als die*der Einzelne, spricht sie sich für eine breite Beteiligung der Bevölkerung aus.

© Michelle Mallwitz

Mit dem Croissant in der Hand diskutieren die Alumni, die alle an einem Qualifizierungsangebot der Breuninger Stiftung zur Begleitung und Moderation von Beteiligungsprozessen teilgenommen haben, unter anderem die Frage, was das von Moderator*innen abverlangt. Die Moderation der Zukunft, so sind sich alle einig, sollte Emotionen und gegensätzliche Meinungen integrieren und den Menschen in den Mittelpunkt stellen. So finden sich auch in der gemeinsam erstellten Wort-Wolke zum Abschluss zwei Begriffe besonders häufig wieder: Empathie und Perspektivenwechsel.

Viele sehnen sich nach realen Begegnungen, dennoch sehen alle Chancen im Ausbau der digitalen Angebote und der Möglichkeit dadurch eine breitere Zielgruppe zu erreichen. Gleiches gilt auch für die eigene Arbeit. Das digitale Format des Alumni-Austausches kam bei allen gut an und so der Wunsch der Alumni: in Zukunft gerne mehr davon!

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Ein herzliches Dankeschön an Claudine Nierth für ihren Input, der hier zu sehen ist:

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