Es ist einer der heißesten Tage des Jahres, auch im Rudolf-Schmid-Saal des Generationenhauses Heslach kann man der Hitze nicht entgehen. Trotzdem ist die Stimmung heiter und die Zuhörenden sind aufmerksam, als Simone Götz von der Breuninger Stiftung die 16 Teilnehmenden des zweiten Moduls der Qualifizierung Orte für Beteiligung begrüßt.

Aus verschiedenen Ecken von Baden-Württemberg sind die Beteiligungsschaffer nach Stuttgart gekommen, um zu lernen, wie Prozesse im Quartier bürgernäher und demokratischer gestaltet werden können. Aus Überlingen am Bodensee kommen Rainer Schaff und Michael Schott. Sie sind seit 2012 Mitglieder bei der Initiative Psychiatrie-Erfahrener Bodensee e.V. (iPEBo) und haben von der Ausschreibung für die Qualifizierung von dem Geschäftsführer des Gemeindepsychiatrischen Zentrums Überlingen erfahren. Ihr Projekt, dass sie mit den erlernten Methoden in der Fortbildung umsetzen möchten, ist der Aufbau einer Betroffenen-Community in der Bodenseeregion. Das heißt, ein Forum für den Austausch und Räume für Begegnungen sollen für Psychiatrieerfahrene geschaffen werden.

Zu Beginn des zweiten Moduls wird den Teilnehmenden die Frage gestellt, welche Themen sie im Zusammenhang mit dem Begriff Beteiligung noch beschäftigen. Bei den 2 Teilnehmern vom Bodensee ist es folgende Frage „Wie können wir Beteiligung offline, d.h. außerhalb der Sozialen Netzwerke, sichtbar machen?“. Angelika Reinhardt von der Breuninger Stiftung, die diesen Teil des Workshops leitet, ist überrascht: „Normalerweise kommt die Frage, wie Beteiligung virtuell umgesetzt werden kann. Spannend, dass wir jetzt den umgekehrten Fall haben, dass bereits eine aktive Facebook-Gruppe existiert.“

Im Laufe des Tages geht es um Methoden des Projektmanagements, die von Referentin Ute Latzel erklärt werden. Auch hier herrscht trotz der Hitze große Aufmerksamkeit und die Teilnehmenden testen motiviert neue Projektmanagement-Tools in Bezug auf ihr Projekt aus. An diesem und am folgenden Tag trägt auch der Veranstaltungsort zur guten Stimmung bei, da der Garten des Generationenhauses Heslach in Arbeitsphasen eine willkommene Abwechslung bietet.

Der Input war vielseitig: Scrum-Methode, kollegiale Beratung, ein Ballspiel… Methodisch wurde einiges geboten. Rainer Schaffs Fazit zum zweiten Modul: „Es ist hilfreich, mit den Mitteln des Projektmanagements unser Vorhaben strukturiert anzugehen“.

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